Weniger ist mehr

Regen in Bochum

An vielen Ecken blinkt es, lärmt es, nervt es. In der heutigen Zeit ist der Stress so dermaßen Alltag, dass er krank macht. Es wird Zeit, dem entgegen zu setzen: Weniger ist mehr.

Reduce to the max

„Auf ein Minimum reduzieren, um das Maximale heruszuholen“, so in etwa habe ich mir die Maxime für den Rest meines Lebens vorgestellt. Warum? Mir ist das mittlerweile „alles“ zu stressig!
Ob in der Musik, in der Stadt, auf Webseiten oder bei Menschen, die mit ihren plärrenden Smartphones die Umwelt nerven: es reicht!

Die Musik

Wenn ich mittlerweise WDR 2 höre, schalte ich nach spätestens drei Liedern aus bzw. wechsle den Sender. Die Musik, die dort gespielt wird, ist fast nur noch nervig. Sowohl die Lieder als auch die Interpreten sind so beliebig und austauschbar, uninspirativ und langweilig. Viele Lieder, sei es die Instrumentierung oder das elendige Gesinge und Gejaule, strotzen vor Klischees und Banalitäten, plustern sich aber unnötig auf und machen sich wichtiger als sie tatsächlich sind. Ich weiß nicht, ob das alles „nur“ Spam ist oder fast schon gesundheitsschädigend. Das wäre dann ein Fall für die Richter, die sich um die Genfer Konventionen für Menschenrechte kümmern.

Richtig „gute“ Musik gibt es. Sie läuft nur nicht mehr im Radio. Und wenn Radiohören für mich zum Stressfakor wird, dann ist die Zeit gekommen. Die Zeit, darüber nachzudenken, was das alles soll. Und ob es bei den Radiostationen überhaupt noch kompetente Musikredakteure gibt. Ich bezweifle das jedenfalls mit Vehemenz.

Die Leichtigkeit im Klang

Passend zum Beitragsbild, welches ich „Regen in Bochum“ bzw. einfach nur „Regen“ genannt hatte, habe ich die Komposition „Gymnopédie No. 1“ von Erik Satie als den Wellenbrecher im Lärm auserkoren. Diese Einfachheit, diese Ruhe, diese Melodie. Mehr braucht es häufig nicht: mit wenigen Worten… pardon… mit wenigen Tönen ist alles gesagt.

Meine aktuellen Arbeiten, also in den Bereichen Webdesign, Fotografie und Musik, orientieren sich fast ausnahmslos an subtilen Aufbauten. Fast schon könnte man meinen, dass die Trivialität Oberhand gewinnt, um „alles“ auf das Maximale zu reduzieren. Ganz ehrlich: ich finde das wesentlich spannender, als wenn alles durch unnötiges Aufplustern in der Aussage und letztendlich auch im Wert gemindert wird. Und ehrlicher sowieso, keine Frage.

In der Stadt, Webseiten und Smombies

In den nächsten Tagen schreibe ich weiter an meiner Auseinandersetzung mit den Stressfaktoren, gehe dann auf die Themen „In der Stadt“, „Webseiten“ und „Smombies“ ein.
Du fragst Dich, warum ich mir nicht das Thema „Fernsehen“ zur Brust nehmen will? Ganz einfach: Ich weiß zwar, dass dort auch alles nur noch nervt, aber ich gucke schon lange gar kein TV mehr. Abgesehen von gelegentlichen Live-Fußballspielen.

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